Dienstag, 11. Dezember 2018
Notruf: 112

Einsatzübung in der Reppenstedter Kirche

An einem ungewöhnlichen Ort übten die Reppenstedter Retterinnen und Retter am 12.05.2015 ein durchaus denkbares Szenario.

 

"Rauch am Kirchturm", war der Einsatztext, dem fast 20 Feuerwehrfrauen und -männer folgten. Unter der Einsatzleitung des Ortsbrandmeisters, Udo Kleis, rückten die drei Fahrzeuge der Feuerwehr kurz nach der Alarmierung aus.

Nach Erkundung durch den Einsatzleiter wurde die Lage schnell klar. Bei Schweißarbeiten an den Halterungen der Kirchenglocken, kam es zu plötzlicher Rauchentwicklung. Zunächst musste die Kirche geräumt werden. Neben den Posaunenbläsern übte gleichzeitig auch der Gosplelchor. Etwas überrascht verliesen alle schnell die Räumlichkeiten.

Unter den Augen des Hausherren, Pastor Hinrichs, rückte dann der Angriffstrupp unter Atemschutz schnell vor. Parallel wurde eine stabile Wasserversorgung hergestellt. Hierbei mussten fast 100m Wegstrecke überwunden werden, da direkt an der Kirche kein Hydrant verbaut ist. Der Einsatzleiter konnte schon nach kurzer Zeit die Meldung vernehmen, dass der Brandherd im hinteren Kirchturm endeckt und bekämpft werden konnte. Dem Angriffstrupp wurde der Rückzug befohlen; eine Bestätigung des Funkspruchs blieb dann aber aus. Schnell wurde klar, dass dem Trupp etwas zugestoßen sein musste. Dann waren auch die sogenannten "Tod-Mann-Melder" zu hören. Diese Geräte geben ein lautes Signal ab, wenn sich der Träger nicht mehr bewegt. Der bereitstehende Sicherungstrupp setzte sich daraufhin umgehend in Marsch und konnte den Trupp Dank der letzten Standortmeldung und der Signalgeber finden. Zur Bergung der beiden verunglückten Kameraden wurde ein weiterer Trupp in den Kirchturm geschickt. Gemeinsam gelang es die beiden Kameraden ins Freie bringen.

Besonderen Dank auch an die beiden Fotografen Knut Ahlers und Martin Thielecke, die diese Übung für uns festgehalten haben.

(rb - 13.05.2015)

 

 

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